Dienstag, 18. September 2012

30 Tage übers Schreiben bloggen: Tag 1 - Lieblingsprojekt

Gerade bei Kati gesehen, die das Ganze aller Wahrscheinlichkeit nach bei Tina Alba gemopst hat, die es... sonstwoher hat ^^": Ein 30 Tage-Schreib-Meme. Man beantwortet jeden Tag eine von vielen Fragen in einem eigenen Blog-Artikel.

Ich finde das eine großartige Idee, um mich mal etwas genauer mit mir und meinem Schaffen auseinanderzusetzen (weil ich das sonst ja auch nicht mache, neeeein....). Und ihr habt es interessant zu finden, ob ihr wollt oder nicht! =P

Erzähl uns von deinem Lieblingsschreibprojekt. Warum ist es ausgerechnet dieses und kein anderes?

Es fällt mir ehrlich gesagt schwer, meine Werke derart zu kategorisieren. Auf seine Art und Weise ist jedes davon ein Lieblingsprojekt. Es sind meine Ideen, meine "Babies" (auch liebevoll Gören oder Mistdinger genannt), und mein Herz hängt an ihnen, egal, wie sehr ich mich auch über sie ärgere.


Vom Weltentwurf her ist Rebellion sicherlich mein Lieblingsprojekt. Es ist einfach ein so wahnsinnig durchgedrehtes, anarchisches Setting. Und mit den Charakteren lässt es sich unglaublich gut arbeiten. Sie kommen mir manchmal so lebendig wie real existierende Personen vor. Wenn ich einmal nicht weiß, wie es weitergehen soll, muss ich sie eigentlich nur von der Leine lassen, und schon tragen sie den Plot weiter. Und ja, ich weiß, wie verrückt das klingt.


Aber, auch wenn ich es nicht gern zugebe, am meisten hängt mein Herz trotzdem an Flammen der Lügen, meinem allerersten Fantasy-Projekt in Großformat. Ich arbeite daran, seit ich 11 oder 12 war. Seitdem haben sich die Welt und die Charaktere ständig weiterentwickelt, und Elasia fühlt sich inzwischen fast wie meine zweite Heimat an, auch wenn ich mich aufgrund der langen Abstinenz von diesem Projekt erst einmal wieder einfinden musste. Aber so ist das doch auch, wenn man jahrelang nicht in seiner Heimatstadt gewesen ist - man hat vieles vergessen, doch sobald man wieder einen Fuß auf den altbekannten Boden setzt, kommen die Erinnerungen mit einem Schlag zurück, und man findet blind den Weg zu einst geliebten Orten.

An Elasia bin ich gewachsen. Davon bin ich überzeugt. Ich habe ihm dabei zugesehen, wie es sich von einer klischeehaften High Fantasy-Welt mit fehlerhafter Geographie und Mary Sue-Charakteren zu einem "erwachsenen", relativ realistischen Setting verwandelt hat. Ich habe es quasi großgezogen. So etwas geht nicht spurlos an einem vorbei. Und ich hoffe, dass die Mühe nicht vergebens war und ich in diesem NaNo endlich, endlich FdL zu meiner Zufriedenheit fertigstellen kann.