Donnerstag, 25. Oktober 2012

BuCon-Nachbericht... finally

Hallo, liebe Leser!

Zu dieser späten Stunde möchte ich euch endlich, endlich meinen Nachbericht zur BuCon präsentieren. Ich weiß, es hat lange gedauert, aber wenn man jeden Tag eine Klausur schreiben muss, ist Freizeit rares Gut, das ich dann auch anderweitig einsetzen musste. Und die letzten Tage... tja, es sind Ferien. Erholung und so. Das nehme ich sehr ernst *bekräftigend nick* Außerdem musste ich für GameCaptain "Of Orcs and Men" zocken, und Rezensionen schreiben sich nicht von alleine.

Nuja. Dann wolln wa ma, nich? *Ärmel hochkrempel*

Die wundervolle Romy und die nicht weniger wundervolle Sanne haben mich am Rethener Bahnhof abgeholt. Es ging gen Idar-Oberstein zu unserem freundlichen und überhaupt nicht grummeligen Gastgeber. Rund sieben Stunden Fahrt - die Autobahnen waren ziemlich leer, sieht man mal von einem kleineren Stau ab - und einen baustellenbedingten Umweg später waren wir dann endlich da. Trotz Müdigkeit saß man noch zwei Stunden beisammen. Eine herrlich bunte und lustige Truppe waren wir, sieben Tintenzirkler auf einem Haufen, das war ein schöner Vorgeschmack auf die BuCon selbst.

Auf der sind wir am nächsten Morgen nach einem ausgiebigen Frühstück so gegen 11 eingetroffen. Die ersten Zirkler waren schnell gefunden, fingen sie uns doch direkt am Eingang ab. In der Haupthalle angekommen, wo sich der TZ gleich die erste Tischreihe gekrallt hat, gab es dann massig Umarmungen und Fragen wie "Entschuldige, aber wer bist du noch gleich?" (welche sich im Übrigen den ganzen Tag über unaufhörlich wiederholt haben - bei fast 40 Leuten auch nicht weiter verwunderlich) Wir haben eine Weile gequatscht, dann war es Zeit für das Gruppenfoto. Das sieht im Übrigen so aus:



Man beachte das absolut kultige Toilettenschild über unseren Köpfen! ^^ In besserer Qualität findet ihr das Bild in der Galerie von Kurt Zelt. Falls sich jemand fragt, wie ich aussehe - ich bin die ganz unten links, mit dem seltsamen Blick und dem Nuttenlippenstift. Bin auch noch auf ein paar Bildern der Galerie dabei, aber meistens verbergen meine Haare mein Gesicht. Und ja, das ist wirklich ganz zufällig so! Ich hab ja nicht mal gemerkt, dass man mich fotografiert hat.

Aber ich schweife ab. Nach dem Foto habe ich per SMS einen Bekannten von mir in die Haupthalle zitiert (na okay, er war schon da, ich hab ihn nur nicht gesehen) und einen großen Teil der Messe damit verbracht, mich mit ihm über das Leben und Leiden von Fantasyautoren zu unterhalten. Von Zeit zu Zeit haben sich uns ein paar Zirkler angeschlossen, und mein Bekannter wurde permanent für 'einen von uns' gehalten. Nun ja, mittlerweile hat er sich bei uns beworben, Tintenzirkelitis ist eben ansteckend =D 

Nachdem wir - dank der Verpeiltheit meines Begleiters, der aus unerfindlichen Gründen noch den Programmplan von 2011 in der Tasche hatte und diesen auch konsequent benutzt hat (Schande auch auf mich, ich hatte nämlich weder selbst einen Plan dabei, noch habe ich den Fehler sofort bemerkt - die Lesung von Torsten Low um 15 Uhr verpasst haben, sind wir um 18 Uhr zu Bernhard Hennen getingelt. Eine wunderbare Lesung, Herr Hennen ist sehr sympathisch und kann sehr gut vorlesen. Er hat auch wirklich jede Frage, egal wie doof, beantwortet. Selbst die nach der Gezeitenwelt, einem Projekt, das schon seit einiger Zeit brachliegt und es wohl auch noch lange tun wird. Schade eigentlich. Sage ich, die es nie gelesen hat, aber ich vertraue da meinem Begleiter, der die Frage im Übrigen auch gestellt hat. Nun ja. Hinterher ging es zum Signiertisch, zu dem ich quasi hingeprügelt werden musste. Ja, obwohl ich vorher noch felsenfest davon überzeugt gewesen war, dass ich mit Autoren genauso scheulos reden kann wie mit Musikern, hatte ich auf einmal total Respekt vor der Vorstellung. Aber hey, Bernhard Hennen war lange Zeit einer meiner Lieblingsautoren! Das Interview, das ich eigentlich führen wollte, musste leider ausfallen, weil ich vergessen habe, Papier und Stift mitzunehmen. Aber das hole ich irgendwann nach, versprochen! So schnell gebe ich nicht auf ;) 

Um 19 Uhr gab es dann die Verleihung des Deutschen Phantastik Preises. Die Siegerliste kann man auf der offiziellen Website ansehen. Es gab eine kleine Einleitung durch Bernhard Hennen und eine Dame, deren Namen ich leider vergessen habe. Eigentlich sollte jemand 'zersägt' werden. Wer hat sich natürlich freiwillig gemeldet? Natürlich unsere herrlich verrückte Kuddel. Leider (oder zum Glück?) wurde sie nicht genommen. Ist aber auch nichts Spektakuläres passiert, im Endeffekt wurde keiner zersägt, und ich habe mich gefragt, was das Ganze jetzt eigentlich sollte.
Die Verleihung selbst war ziemlich langweilig, es gab keine großen Überraschungen, und das einzig Interessante waren die Kommentare meines Begleiters. ("Sie könnten ja Markus Heitz zersägen. Aber für immer!")

An die Verleihung schloss sich dann das Konzert der Gruppe "Elfenthal" an. Nur ein Wort: Laaaangweilig! Lustig war allerdings, dass der Sänger ein wenig wie eine ältere Variante meines besten Freundes aussah. Oder vielleicht lag das auch nur daran, dass ich meine Brille nicht aufhatte...? *hust* Naja, ich fand die Musik jedenfalls nicht so prickelnd, und nachdem ich meinen Begleiter noch ins Foyer gebracht habe, bin ich ebendort auch gleich geblieben und habe mich mit einer Zirklerin nett über ihr NaNo-Projekt unterhalten. Nach Ende des Konzertes sind wir dann nach Idar-Oberstein zurück und am nächsten Morgen gen Heimat aufgebrochen. Diesmal ohne Verfahrer oder Staus und auch nur in 5 anstelle von 7 Stunden.

Fazit: Es war ein wunder, wunderschöner Tag, an dem ich eine Menge toller Leute kennengelernt habe (längst nicht alle, aber bei wie gesagt fast 40 Leuten war das leider nicht möglich) und so viel Spaß hatte wie schon lange nicht mehr. Nächstes Jahr ist definitiv gebongt! Und dann werde ich ein paar mehr Lesungen mitnehmen, eine war doch ein bisschen wenig, auch wenn ich tollen Ersatz dafür hatte.