Samstag, 16. November 2013

Vom NaNo & einem ansehnlichen SUB

Hallo, ihr Lieben,

nun ist seit dem Interview-Doppel im Oktober schon wieder einige Zeit ins Land gezogen, in welcher der Blog leider etwas brachlag. Das Schlechte zuerst: Das wird auch vorerst so bleiben. Das Gute hintendrein: Im Dezember geht's hier wieder weiter.

Einige von euch werden es sich vielleicht schon gedacht haben - der Grund für meine Abwesenheit ist der National Novel Writing Month. Schon zum dritten Mal mache ich diesen novemberlichen Schreibwahnsinn mit, wie immer im großartigen Team Tintenzirkel und, wie im letzten Jahr, mit einem High Fantasy-Roman. Erinnert sich noch jemand an Flammen der Lügen? Dieses Jahr gibt es das Prequel, Der Klosterkrieg. (Eigentlich wollte ich einen Doppel-NaNo machen, aber schon an Tag 3 habe ich gemerkt, dass das so gar nichts für mich ist, und den zweiten Roman fallen gelassen.)

Aber genug von meinen schriftstellerischen Ambitionen, dafür habe ich schließlich mein Zweitblog (das auch brachliegt *husthust*). Stattdessen möchte ich euch Teil 1 meiner persönlichen 50.000-Wörter-Belohnung zeigen: Meinen SUB (Stapel ungelesener Bücher)! Ich habe ja nie geglaubt, mal einen nennenswerten SUB aufbauen zu können, da finanzielle Engpässe bei mir schon Tradition haben, aber ein unerwarteter Geldsegen, eine Tauschplattform und ein Gewinn haben es mir ermöglicht, so einige neue Bücher anzuschaffen. Und da ist er auch schon, mein SUB im November 2013:

Dienstag, 29. Oktober 2013

[Interview] Cathrin Kühl

Und schon geht es weiter mit dem nächsten Interview. Ich hatte eigentlich vor, noch die Rezension zu "Ferdinand von Schnatter der Viertelnachzweite" von Sarah König dazwischenzuschieben, die wird aber voraussichtlich erst heute abend oder morgen fertig sein. Stay tuned! Und so lange viel Spaß mit dem Interview mit der aufstrebenden Jungautorin Cathrin Kühl. (Es ist auch kürzer als das mit Maja Ilisch, versprochen!)
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- Hallo Cathrin! Vielen Dank, dass du dir die Zeit für ein Interview nimmst. Würdest du dich den Lesern, die noch nie von dir gehört haben, ein wenig vorstellen?

Hallo Sabrina! Das mach ich doch gern.
Okay, meine Vorstellung. Mein Name ist Cathrin Kühl, ich wurde am 1. September 1985 in Norddeutschland geboren und lebe weiterhin hier. Seit meinem zehnten Lebensjahr schreibe ich immer mal wieder. Vom anfänglichen Tagebuch über Zeitungsartikel für die Schülerzeitung war vieles dabei. Seit 2007 schreibe ich Kurzgeschichten und Romane, vor allem im jugendlichen Fantasybereich. Seit eineinhalb Jahren lektoriere ich auch.

- Dein Roman „Purlunas – Der letzte Fluch“ erscheint im Oktober diesen Jahres im Wölfchen Verlag. Wie ist diese Zusammenarbeit zustande gekommen?

Über meine Autorenkollegin, die zum damaligen Zeitpunkt dort als Lektorin fungierte. Sie ermunterte mich, dem Verlagsinhaber einige Vorschläge zu Anthologieausschreibungen zu unterbreiten, dann könne ich als Herausgeberin auftreten. Gesagt, getan. So kam der erste Kontakt zustande. Kurz nachdem die Ausschreibung auslief, schickte ich ihm eine Leseprobe von „Purlunas“ und hatte einen Tag später den Verlagsvertrag vorliegen. Ich hab mich wirklich gefreut, vor allem, weil Purlunas schon so eine kleine Odyssee hinter sich hat.

Donnerstag, 24. Oktober 2013

[Interview] Maja Ilisch


Ab heute ist Narretey und Ketzerey um eine Kategorie reicher: Die Interviews. Dort werden mir ab sofort in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen Autoren, Musiker, Zeichner, eben jede Menge kreative Köpfe Rede und Antwort stehen. Ich freue mich sehr, dass ich für die Eröffnung Maja Ilisch gewinnen konnte, die dieses Jahr gleich zwei Romane veröffentlicht hat, über die wir natürlich auch im Interview gesprochen haben.
Kleine Warnung: Das Interview ist laaaaang. Also bitte Zeit mitbringen!
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(c) Petronella Freudenberg, Aachen
- Hallo Maja! Vielen Dank, dass du dir die Zeit für ein Interview nimmst. Stell dich doch einmal vor - wer bist du, was machst du, und wie bist du zum Schreiben gekommen?

Danke für die Einladung! Erst einmal zum Formellen: Mein Name ist Maja Ilisch, Jahrgang 1975, und ich lebe als freie Schriftstellerin im schönen Aachen. Bevor es dazu gekommen ist, habe ich als Bibliothekarin und Buchhändlerin gearbeitet, und weil die Situation auf dem Arbeitsmarkt in diesen Berufen sehr angespannt ist, kann ich meinen Lebenslauf mit noch ein paar sehr interessanten Sachen füllen, ich habe Wärmflaschen verkauft und eine Friedhofsstatistik erstellt, natürlich nur, damit ich später mal in Interviews mehr zu erzählen habe.
Aber dabei habe ich die ganze Zeit über geschrieben. Dazu bin ich auf dem einfachsten möglichen Weg gekommen: Im ersten Schuljahr habe ich schreiben gelernt, und es war für mich eine logische Folgerung, dass ich dann auch Geschichten schreibe - warum sonst hätte ich mir die ganze Mühe mit dem lernen machen sollen? Meine ersten schriftstellerischen Versuche stammen daher aus dem zweiten Schuljahr, aber das ist nichts, was heute irgendjemand würde lesen wollen. Richtig ernst geworden ist es, als ich so um die fünfzehn war und zum ersten Mal einen längeren Text (von legendären 35 Seiten) fertiggestellt habe.
Und von da an sind die Bücher einfach immer länger geworden. Im Studium habe ich dann meinen ersten Roman geschafft, und bis ich zu meiner ersten Veröffentlichung gekommen bin, konnte ich auf zwölf Romane, zwei Hörspielscripte und mehrere Drehbücher für Gerichtsshows zurückblicken. Schriftstellerei ist die einzige Tätigkeit, bei der ich es schaffe, meine Stelle auf Dauer zu behalten, da war es nur logisch, das dann auch irgendwann ganz offiziell zu meinem Beruf zu erklären.

Sonntag, 20. Oktober 2013

BuCon 2013 - Von Tintenzirklern, tollen Lesungen und dem Pleitegeier des DPP

Etwas über eine Woche später möchte ich gerne ein wenig über meinen Besuch des BuCons erzählen. Wer meinem Blog schon etwas länger folgt, erinnert sich vielleicht an meinen Bericht vom letzten Jahr. Für alle neuen Leser erkläre ich mal kurz, was der BuCon überhaupt ist.

Die bunte Meute der Tintenzirkler
Die Abkürzung steht für Buchmesse Convent. Das ist quasi die kleine, im wahrsten Sinne des Wortes phantastische Schwester der Frankfurter Buchmesse. Veranstaltungsort ist seit Jahren das Bürgerhaus Dreieich-Sprendlingen. Hier liest jedes Jahr so gut wie alles, was in der deutschen Fantasy und Science Fiction Rang und Namen hat. Außerdem hat man die Möglichkeit, viele renommierte, aber auch kleinere und neuere Verlage der genannten Genres kennenzulernen. Und seit einigen Jahren ist der BuCon auch Treffpunkt der Mitglieder des Tintenzirkels, eines Fantasy-Autorenforums, in dem auch ich Mitglied bin.

Mittwoch, 11. September 2013

[Rezension] Katatonia - Dethroned & Uncrowned

Release: 13.09.2013
Label: Kscope Music

Tracklist:

1. The Parting
2. The One You Are Looking For Is Not Here
3. Hypnone
4. The Racing Heart
5. Buildings
6. Leech
7. Ambitions
8. Undo You
9. Lethean
10. First Prayer
11. Dead Letters

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Dethroned & Uncrowned ist die Akustik-Version des hochgelobten Vorgängeralbums Dead End Kings.
Wer jetzt aber ein billiges Abkupfern erwartet, wird enttäuscht - oder eher positiv überrascht - werden, denn Katatonia lassen sich auch bei Wiederverwertungen alten Materials nicht lumpen.

Mit gewohnter Eleganz begeben sich die Schweden in ihre eigene, unverkennbare Klangwelt. Unverändert düster und melancholisch erklingt Jonas Reskes Stimme über den herbstlich angestrichenen Akustikgitarren der Kollegen Anders Nyström und Per Eriksson. Der Fokus auf Dethroned & Uncrowned liegt deutlich auf den Gesangsharmonien, doch auch das immerpräsente Piano bekommt auf dieser Remix-Platte eine deutlich größere Rolle zugesprochen als auf dem Ursprungsalbum. Dafür wurden die Drums gleich ganz im kreativen Keller gelassen.

Erstaunlicherweise steht diese minimalistische Interpretation den elf Songs unglaublich gut zu Gesicht. Herzzerreißend schön und traurig bis in die letzte Faser, gelingt es Katatonia, ihre Fans noch tiefer in ihre Welt hineinzuziehen. Und es ist eine Welt, in der man sich gern verliert.

Anspieltipps: The One You Are Looking For Is Not Here, Undo You, Lethean

5/5 Punkten.

Sonntag, 8. September 2013

[Rezension] Imaginaerum by Nightwish

Tom Whitman (Francis X. McCarthy), ein alternder Komponist, leidet unter schwerer Demenz. Immer wieder hat er Erinnerungslücken und kann sich plötzlich nicht mehr an vertraute Personen erinnern. Er ist bereits seit vielen Jahren krank und erinnert sich nicht mehr an sein Leben als Erwachsener, lediglich die Erinnerungen seiner Kindheit sind ihm geblieben. So reist er als zehnjähriger Junge (Quinn Lord) durch seine eigene Fantasie. Während Tom langsam ins Koma abdriftet, versucht seine Tochter Gem (Marianne Farley), sich dem ihr über die Jahre fremd gewordenen Vater wieder etwas anzunähern. Da jedoch die Hindernisse - Toms Koma und sein bevorstehender Tod - übermächtig sind, ist seine Tochter am Verzweifeln. Doch durch die dunkelsten Geheimnisse ihres Vaters entdeckt Gem einen Weg, der es ihr vielleicht ermöglicht, Tom wiederzufinden...